Das Gesundheitstagebuch
Die meisten Systeme enden beim Kauf. Bei ZEUS beginnt an dieser Stelle der Teil, in dem Sie vorkommen: Zwei Jahre lang werden die Gesundheitsdaten der Nachzucht erfasst — und fließen in die Bewertung der Zuchtprogramme zurück.
Keine Punkte, keine Abzeichen, kein Wettbewerb. Das Tagebuch ist der Rückkopplungskreis eines Zuchtprogramms, kein Freizeitangebot.
Es prüft nicht Sie. Es sammelt, was aus dem Leben des Hundes über die Zucht Auskunft geben kann — nicht über die Haltung.
Die Nutzung ist für Halterinnen und Halter kostenlos, wie der Rest der Endkunden-Anwendung.
So lange läuft die Erfassung. Nicht, weil zwei Jahre eine runde Zahl sind, sondern weil sich in dieser Zeit zeigt, was sich an einem jungen Hund zeigen kann — Wachstum, Gelenke, Zähne, Verhalten, die ersten Belastungen.
Woche 1 — Einzug Woche 104
Ein einzelner Hund sagt wenig. Tausend Hunde über zwei Jahre sagen sehr viel.
Ein Züchter sieht seine Welpen nach der Abgabe selten wieder. Er erfährt vom Kreuzbandriss im vierten Jahr nur, wenn ihn jemand anruft — und viele rufen nicht an, aus Rücksicht oder aus Ärger.
Damit fehlt genau die Information, die ein Zuchtprogramm braucht, um besser zu werden. Untersuchungsergebnisse der Elterntiere sagen etwas über den Ausgangspunkt. Wie es den Nachkommen tatsächlich ergeht, weiß nur, wer mit ihnen lebt.
Der Vorteil dieser Daten ist ihre Herkunft: Sie stammen nicht aus einer Auswahl von Ausstellungstieren, sondern von Hunden, die in Familien leben — mit allem, was dazugehört.
Welche Angaben im Einzelnen erfasst werden, legt das Programm fest. Das Prinzip bleibt gleich: Was beobachtet wurde, wird festgehalten und ausgewertet, statt in Erzählungen zu verschwinden.
15
Jahre werden die Zertifikatsketten aufbewahrt — länger, als die meisten Hunde leben. Wer in zwölf Jahren wissen will, was bei den Elterntieren seines Hundes untersucht wurde, findet es noch vor. Das ist der Unterschied zwischen einer Aussage und einem Nachweis.
ZEUS ist ein Qualzucht-Präventionsprogramm für Züchterinnen und Züchter. Zuerst werden die Elterntiere untersucht und erhalten — jedes für sich — ihre Zuchttauglichkeit. Dann wird geprüft, ob diese beiden Tiere miteinander verpaart werden dürfen. Erst wenn beides zusammenpasst, bekommt der Welpe sein Qualzuchtpräventionszertifikat.
Zu jedem Zertifikat gehört ein Prüfcode, den Sie auf der ZEUS-Website eintippen. Danach begleitet Sie die Anwendung weiter — mit dem Tagebuch und mit Unterstützung über die gesamte Lebensdauer des Hundes. Für Sie kostenlos.
Ihr Hund hat von einem Programm profitiert, das es vorher gab. Der nächste profitiert von Ihrem.
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